Nach höchstrichterlicher Entscheidung (Az: VI ZR 281/13) bleibt es Radlern selbst überlassen, ob sie einen Helm tragen wollen, oder nicht. Auch Haftpflichtversicherer bspw. dürfen nicht mit dem Hinweis auf fehlenden Kopfschutz Entschädigungsleistungen kürzen. Damit kann weiterhin jeder Radler selbst entscheiden, ob er einen Helm tragen will. Wir als Versicherungsmakler raten in jedem Fall: Unabhängig von der Helmthematik sollten sich Radler Gedanken um den richtigen Versicherungsschutz machen: Radfahrer sind nicht einseitig Opfer, sie können natürlich auch Dritte schädigen – und insbesondere Personenschäden können schnell sehr teuer werden. Radfahrer sollten deshalb in jedem Fall eine private Haftpflichtversicherung haben, die für den angerichteten Schaden aufkommt. Vor allem, wer ein Fahrrad mit Elektroantrieb nutzt, sollte aktiv werden. Selbst dann, wenn eine Haftpflichtversicherung schon vorhanden ist: Nicht jede Versicherung deckt Schäden, die durch die Nutzung von Pedelecs entstehen. Versichert sind häufig nur ’nicht selbstfahrende Fahrzeuge‘ – und für die ganz schnellen Elektroräder besteht ohnehin Versicherungspflicht, weil sie als Mofa eingestuft werden.

Sinnvoll ist kann auch eine private Unfallversicherung sein – nicht nur für Vielfahrer. Wer nicht gerade auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule verunfallt, steht ohne private Unfallversicherung finanziell auf dem Schlauch, wenn körperlich bleibende Unfallschäden entstehen. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet in der Freizeit nicht.

Share This