Eiche, Buche, Linde und Co, oder auch ein schöner alter Obstbaum: Die meisten Bauherren oder Immobilienkäufer, die dem Charme eines Neubaugebiets nicht allzu viel abgewinnen können, freuen sich, wenn ein entsprechendes Gewächs in stattlicher Größe und günstiger Lage auf dem Grundstück bereits vorhanden ist. Um aber beim nächsten Unwetter keine böse Überraschung zu erleben, sollte der Baum gründlich untersucht werden, raten wir. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht muss der Eigentümer des Baumes dafür sorgen, dass von ihm keine Gefahr für andere ausgeht. Zweimal pro Jahr sollte geprüft werden, ob Stamm und Äste morsch sind und ob die Tragfähigkeit des Wurzelwerks noch gegeben ist. Schützen kann man sich vor dem finanziellen Risiko, das ein umstürzender Baum auslösen kann, der fremdes Eigentum beschädigt oder Menschen verletzt, z. B. durch eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung oder eine Gebäudehaftpflicht-Police. Unter bestimmten Voraussetzungen ist aber auch die ohnehin dringend empfehlenswerte Privathaftpflichtversicherung ausreichend. Wer also Grund und Boden samt herrlicher Bäume erwerben will – oder bereits erworben hat, sollte sich ausführlich beraten lassen, welche Police es im konkreten Fall sein sollte, um dem nächsten Sturm gelassen entgegen zu blicken.

Selbstverständlich ist natürlich, dass man die „Eigenschäden“, also Schäden durch umgestürzte Bäume oder dicke Äste am eigenen Haus, durch eine optimal ausgestattete Gebäudeversicherung abdeckt. Hier ist ein genauerer Blick ins Kleingedruckte der Police zu empfehlen. Gute Policen decken nicht nur Schäden am Gebäude durch umgestürzte Bäume ab, sondern übernehmen auch die Aufräumungskosten für das Entsorgen der Baumteile.  Denn das kann sonst, vor allem wenn Kräne eingesetzt werden müssen, ein teures Unterfangen werden.

 

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