Damoklesschwert Steuerhaftung

GmbH-Geschäftsführer haften – man nennt das Steuerhaftung – als gesetzliche Vertreter der GmbH gegenüber dem Finanzamt persönlich. Und zwar, wenn Sie die steuerlichen Pflichten der Gesellschaft verletzen – vorsätzlich oder grob fahrlässig. Die Rechtsvorschrift hierzu finden Sie in § 6 der Abgabenordnung. Zu diesen Pflichten gehört es auch, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen zum Zeitpunkt der Fälligkeit von Steuern über genügend Mittel verfügt.

Ist bereits abzusehen, dass Steueransprüche des Finanzamtes entstehen werden, hat der Geschäftsführer Vorsorge zu treffen. Besonders brisant für Ex-Geschäftsführer: Auch sie haften noch nachträglich, wenn sie ihre Mittelvorsorgepflicht verletzt haben. Auch wenn sie vor Fälligkeit der Steuern aus dem Amt abberufen wurden. So entschied der BFH mit Urteil vom 20.05.2014.

Mehr zum Themenkreis „Risk-Management für Führungsräfte“:

Haftungsrisiken clever absichern: die Manager-Haftpflicht

Kein Ärger mit dem Strafgesetz: Manager-Rechtsschutz

 

Share This