Staatliche Förderung für die private Pflegevorsorge

Der Gesetzgeber hat zum 1. Januar 2013 den sogenannten „Pflege-Bahr“ eingeführt. Seitdem erhält jeder Versicherte der gesetzlichen Pflegeversicherung – und das sind auch Privatpatienten –  eine Zulage von 60 Euro jährlich (5 Euro monatlich) für eine freiwillige, private Pflege-Zusatzversicherung in Form einer Pflege-Tagegeldversicherung. 400.000 Menschen haben diese Vorsorge in Deutschland bereits für sich abgeschlossen. Ein besonderer Vorteil: Die Aufnahme des Versicherten funktioniert ohne Gesundheitsprüfung. Es müssen also keine Gesundheitsfragen beantwortet werden, was bedeutet, dass auch Menschen mit schweren Vorerkrankungen Versicherungsschutz beantragen und genießen können.

Warum überhaupt privat vorsorgen?

Viele Bundesbürger wissen nicht, dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung immer nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten übernimmt. Ein Senior in der Pflegestufe III kostet bei einer durchschnittlichen Pflegedauer von 53 Monaten rund 176.000 Euro. Lediglich 75.000 Euro davon übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung. (Quelle und Buchempfehlung: „Vorsorgen ist keine Frage des Alters“, Margit Winkler).  Was die Pflegepflichtversicherung als „Teilkasko“-Versicherung nicht bezahlt, muss aus eigener Tasche zugezahlt werden. Viele Bürger unterschätzen das Ausmaß einer im Alter unerbittlich klaffenden Versorgungslücke. Nicht selten sind Rücklagen und Ersparnisse schnell aufgezehrt und der Verkauf oder die Vermietung des Eigenheims oder der Wohnung müssen diskutiert werden. Hier wird der Nutzen und Sinn einer privaten Vorsorge mehr als sichtbar.

 „Pflege-Bahr“ auf den Punkt gebracht

  • Jeder kann eine solche staatlich geförderte Pflege-Zusatzversicherung abschließen – mit Ausnahme desjenigen, der bereits pflegebedürftig ist.
  • Förderfähig ist, wer über 18 Jahre alt ist.
  • Keine Gesundheitsprüfung: dementsprechend weder Risikozuschläge, noch Leistungsausschlüsse.
  • Die Anbeiter verzichten auf das ordentliche Kündigungsrecht.
  • Die Höhe der Prämien ist überschaubar.
  • Der Eigenbeitrag pro Monat muss bei mindestens 10 Euro liegen, dann beträgt der staatliche Zuschuss monatlich 5 Euro.
  • Das Pflegemonatsgeld muss in Pflegestufe III mindestens 600 € betragen.
  • Es werden ausschließlich Pflegetagegelder gefördert, die Leistungen für alle Pflegestufen – auch Pflegestufe 0 für Demenz – beinhalten.
  • Im Leistungsfall wird das Tagegeld ausgezahlt ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten – das erleichtert den „Papierkram“ für Angehörige.
  • Wichtig: Ab Versicherungsbeginn muss der Versicherte üblicherweise eine Wartezeit von 5 Jahren abwarten, bis erstmals ein Anspruch auf Versicherungsleistung besteht. Diese Wartezeit entfällt üblicherweise bei Unfall.

Wo kann ich einen Pflege-BAHR-Vertrag abschließen?

Anbieter für dieses staatlich geförderte Produkt sind die Unternehmen der privaten Krankenversicherung. Als freie Versicherungsmakler und ausgebildete GenerationenBerater (IHK) unterstützen wir Sie gern, die passenden Versicherung und den optimalen Tarif auszumachen.

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