Holger – eine wahre Geschichte

Es ist fast nicht zu glauben, aber wahr: Holger Meier (Name geändert) verunglückt schwer – die Unfallversicherung zahlt glücklicherweise schnell die vereinbarte Kapitalleistung aus, so unstrittig ist die Invalidität des schwerst kopfverletzten Familienvaters. Doch der Schreck der Familie ist groß: anstatt das Geld wie gedacht für die Ausbildung der Kinder und die Reduzierung ihrer Arbeitszeit nutzen zu können, sieht sich die Ehefrau Heike vom Vormundschaftsgericht mit einen Berufsbetreuer konfrontiert. Weil keine Vorsorgevollmacht existiert, wird dieser Betreuer Frau Meier zur Seite gestellt, um darüber zu wachen, dass die finanzielle Risikovorsorge ausschließlich zum Wohle des betroffenen Patienten, hier also zum Wohle von Holger, ausgegeben wird – so die Auflage des Gerichtes. Und für die Ausbildung der Kinder oder die Versorgung der Ehefrau wird in der Regel kein Vermögen des Betroffenen frei gegeben.

Was war passiert?

Als Jahre vorher die Eheleute Meier Ihre Risikoverträge – wie Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen – abgeschlossen hatten, waren Sie von niemandem darüber aufgeklärt worden, dass es mehr als eines Trauscheines bedarf, um für den Zugriff auf Versicherungsleistunges des Ehegatten legitimiert zu sein. Dieses Unwissen stellte sich jetzt als schwerwiegender Irrtum heraus.

Viele Menschen wissen nicht, wie die deutsche Gesetzeslage in so einem Fall aussieht, und wiegen sich in falscher Sicherheit. Dabei ist die Faktenlage klar: Wenn Invalidität, schwere Krankheit oder Pflegebedürftigkeit zuschlagen, geht das oft mit dem Verlust der Entscheidungsfähigkeit für den Betroffenen einher. Und dann darauf zu bauen, dass in diesem Falle den Anghörigen per se die Verantwortlichkeit zugesprochen wird, ist ein Irrglaube.

Die Lösung

Dabei ist die Lösung ganz einfach: Eine einzige Unterschrift kann abwenden, dass man im Betreuungsfall fremdbestimmt leben muss: hierfür gibt es die Vorsorgevollmacht. Rechtzeitig vergeben und im Idealfall notariell beurkundet oder zumindest beglaubigt macht sie Angehörige sofort handlungsfähig, sollte der Fall eintreten, dass man nicht mehr für sich selbst entscheiden und sorgen kann. Dass gerade einmal jeder Zehnte in Deutschland seinen Angehörigen oder engsten Vertrauten solch eine Vorsorgevollmacht erteilt hat, macht den enormen gesellschaftlichen Handlungsbedarf deutlich.

Unsere Empfehlung

Werden Sie aktiv. Handeln Sie. Aktuell gibt es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,4 Millionen Betreuungsfälle in Deutschland – mit steigender Tendenz. Bestimmen Sie selbst, solange es Ihnen gut geht, was Ihr Wille ist und regeln Sie Ihre Dinge gemäß Ihren eigenen individuellen Vorstellungen und Wünschen. Damit im Fall der Fälle Ihre Vorsorge wirklich greift. Das entlastet auch Ihre Angehörigen. Rechtsanwälte, Notare und GenerationenBerater begleiten Sie durch den Dschungel der Begrifflichkeiten und helfen Ihnen, Ihren Willen in funktionierende Erklärungen zu formulieren.

Machen Sie es anders als 90 % der Deutschen – Sorgen Sie rechtzeitig vor!

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